{"id":2416,"date":"2023-05-30T15:23:53","date_gmt":"2023-05-30T15:23:53","guid":{"rendered":"https:\/\/ev-stgeorg.de\/?p=2416"},"modified":"2023-05-30T15:28:10","modified_gmt":"2023-05-30T15:28:10","slug":"offener-brief-der-sopi-zur-obdachlosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ev-stgeorg.de\/?p=2416","title":{"rendered":"Offener Brief der SOPI zur Obdachlosigkeit"},"content":{"rendered":"<table class=\" aligncenter\" style=\"height: 82px;\" width=\"533\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"451\">\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Soziale und p\u00e4dagogische Initiative St. Georg (SOPI)<br \/>\n<\/strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 c\/o Stadtteil B\u00fcro St.Georg &#8211; Hansaplatz 9 &#8211; 20099 Hamburg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Offener Brief vom 26.5.2023<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>St. Georg solidarisch \u2013 Kernforderungen, um dem Ph\u00e4nomen der Obdachlosigkeit beizukommen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1,8 Km\u00b2 &#8211; auf diese Fl\u00e4che ist unser Viertel St. Georg bemessen. Auf dieser Fl\u00e4che findet sich ein pulsierender Schmelztiegel, der sich vom Hauptbahnhof \u00fcber die Lange Reihe, den Hansaplatz und den Steindamm bis zum Krankenhaus und zur Au\u00dfenalster erstreckt. Die Diversit\u00e4t des Viertels zeichnet sich durch eine vielschichtige Bev\u00f6lkerung, insbesondere auch eine bunte Gewerbe-, Kunst- und Kulturszene, durch etliche Gastst\u00e4tten und Szenebars aus. Allerdings sind dies die gew\u00f6hnlich positiv bewerteten Bestandteile des Gemischs, welches im Schmelztiegel brodelt. Zur Stadtteilrealit\u00e4t geh\u00f6rt gleichzeitig, dass kaum irgendwo anders in Hamburg Reichtum und Armut auf so engem Raum aufeinandertreffen wie hier. Drogenkonsum, Sexarbeit, Obdachlosigkeit und soziale Entwurzelung sind ebenso Bestandteile des Viertels \u2013 auch wenn sie meist als negativ gebrandmarkt werden. Wir fordern, letzteren Ph\u00e4nomenen in einer Art und Weise beizukommen, die sozial vertr\u00e4glich ist und nicht prim\u00e4r auf Repression und Verdr\u00e4ngung setzt. Wir haben aber zugleich auch die Belastungen der Menschen \u2013 vorrangig der 12.000 hier Wohnenden, aber auch der im Hauptbahnhofviertel rund 40.000 Arbeitenden \u2013 vor Augen. Auch ihre Interessen und Bed\u00fcrfnisse, ihre Sorgen und N\u00f6te gilt es zu ber\u00fccksichtigen, um eine lebenswerte, gemeinsam getragene, solidarische Lebens- und Stadtteilwelt zu schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2030 \u2013 bis zu diesem Jahr soll das Ph\u00e4nomen der Obdachlosigkeit laut Zielsetzung auch des Senats \u00fcberwunden sein.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Um an diesem hehren Ziel mitzuwirken, haben wir als Soziale und p\u00e4dagogische Initiativen St. Georg (Sopi) einen Forderungskatalog formuliert, der sich spezifisch auf die Gegebenheiten dieses Viertels bezieht, wohl wissend, dass das Ph\u00e4nomen der Obdachlosigkeit ein stadt(teil)\u00fcbergreifendes ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Menschen, die in Hamburg obdachlos geworden sind, finden sich hier ein, weil sie sich ein Leben erhofft haben, dass ihnen Arbeit, Wohnraum und Zugang zu einem guten Gesundheitssystem gew\u00e4hrleisten kann.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Die allt\u00e4gliche Realit\u00e4t der Menschen, die ohne Obdach leben (m\u00fcssen), sieht jedoch ganz anders aus. Dabei zeigt die Erfahrung, dass bedingungslos bereitgestellter Wohnraum \u2013 im Sinne des international bereits erprobten Housing First Ansatzes &#8211; den Weg zu einem Leben erm\u00f6glicht, dass autonom und w\u00fcrdevoll gestaltet werden kann. Pr\u00e4vention und Intervention scheinen am erfolgreichsten zu funktionieren, wenn der Lebensentwurf und Sozialraum der Betroffenen respektiert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Daher erachten wir es f\u00fcr notwendig, gerade auch vor Ort M\u00f6glichkeiten zu schaffen, die im Sinne einer umfassenden Vorbeugung und Unterst\u00fctzung funktionieren. Das bedeutet, die Verh\u00e4ltnisse f\u00fcr Betroffene so zu strukturieren, dass sie m\u00f6glichst niedrigschwellig darauf zugreifen k\u00f6nnen. Unseres Erachtens braucht es mehr stadteilbezogene Angebote, welche die Menschen so nutzen k\u00f6nnen, wie es ihrer Lebensrealit\u00e4t entspricht. Um diese strukturelle Unterst\u00fctzung leisten zu k\u00f6nnen, brauchen die Menschen, die bereits ihren Lebensmittelpunkt in St. Georg haben, M\u00f6glichkeiten, unb\u00fcrokratisch auf das Hilfesystem zugreifen zu k\u00f6nnen, um sich einen sicheren Hafen zu schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Daher fordern wir als Soziale und p\u00e4dagogische Initiative St. Georg:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li><strong>Bezahlbarer Wohnraum f\u00fcr alle Menschen St. Georgs!<\/strong><\/li>\n<li><strong>Unb\u00fcrokratischer, niedrigschwelliger Zugang zum Hilfesystem f\u00fcr Menschen ohne Leistungsanspruch!<\/strong><\/li>\n<li><strong>Nachhaltige L\u00f6sungen statt Repression und Verdr\u00e4ngung!<br \/>\n<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Erg\u00e4nzende Statements einzelner Mitglieder der SOPI:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u00a0<\/strong><strong>ragazza e.V.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das ragazza ist eine Kontakt- und Anlaufstelle und ein Schutzraum f\u00fcr drogengebrauchende und der Sexarbeit nachgehende Frauen* in St. Georg. Unsere Besucherinnen* sind in erheblicher Weise von Obdach- und Wohnungslosigkeit betroffen: nicht einmal ein Viertel der Frauen*, die in 2022 unsere Einrichtung besucht haben, verf\u00fcgt \u00fcber eine eigene Wohnung und ein Drittel ist akut obdachlos und lebt auf der Stra\u00dfe. Insbesondere die verdeckte Wohnungslosigkeit ist ein Ph\u00e4nomen, von dem Frauen* besonders h\u00e4ufig betroffen sind: Zur Abwendung der akuten Obdachlosigkeit kommen diese Frauen* vor\u00fcbergehend bei Freund*innen, Bekannten* oder auch Freiern unter. Diese verdeckte Wohnungslosigkeit ist meist mit Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnissen verbunden und sexuelle Gegenleistungen sind ein h\u00e4ufiges \u201eZahlungsmittel\u201c f\u00fcr die Bereitstellung eines Bettes.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So geh\u00f6ren Wohnungs- und Obdachlosigkeit bei dem \u00fcberwiegenden Teil unserer Besucherinnen* zu den dr\u00e4ngendsten Problemlagen, deren Bearbeitung aber nur erschwert m\u00f6glich ist. Drogenkonsumierende Frauen* haben in der Regel keine Chancen auf dem freien Wohnungsmarkt, auch die Vermittlung in Wohnunterk\u00fcnfte und Notschlafangebote scheitert h\u00e4ufig. Die wenigen Notschlafstellen, die f\u00fcr drogengebrauchende Sexarbeiterinnen* infrage kommen, sind oftmals an ihren Auslastungsgrenzen. Aufgrund von Gewalterfahrungen, Traumatisierungen und psychischen Erkrankungen geh\u00f6ren drogenkonsumierende und der Sexarbeit nachgehende Frauen* zu einer besonders vulnerablen Gruppe im Hilfesystem f\u00fcr wohnungslose Menschen, die besondere Bedarfe aufweist. Eine Unterbringung in Mehrbettzimmern ist f\u00fcr viele in ihrer Lebenssituation nicht ertr\u00e4glich und bestehende Angebote werden h\u00e4ufig nicht kontinuierlich aufgesucht. Dies erschwert wiederum den Zugang zu h\u00f6herschwelligen Angeboten, da diese h\u00e4ufig \u00fcber die Notschlafstellen vermittelt werden. Ohne eine gesicherte Wohnsituation wiederum ist eine Bearbeitung von komplexen Problemlagen und damit eine Stabilisierung der Lebenssituation der Frauen* h\u00e4ufig nicht m\u00f6glich. So erschwert die Wohnungslosigkeit die weitere Hilfeplanung und tr\u00e4gt zu einer Verfestigung der prek\u00e4ren Lebenslagen bei.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sperrgebiet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Sperrgebiet, Fachberatungsstelle Prostitution in Hamburg, ist seit den 1980iger Jahren eine niedrigschwellige Anlaufstelle f\u00fcr Frauen* in der Sexarbeit, im Stadtteil St. Georg.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Durch eine Grundversorgung, wie z.B. Lebensmittelausgaben, die Kleiderkammer und die \u00e4rztliche Sprechstunde versorgt die Beratungsstellungsstelle somit vor allem Frauen* die im Stadtteil prek\u00e4r leben und arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Durch die allgegenw\u00e4rtige Stigmatisierung und Diskriminierung des Arbeitsfeldes ist das Klientel auch in Bezug auf Wohnungslosigkeit in St. Georg besonders getroffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00d6ffentliche Unterbringungen werden meist, aufgrund von Angst vor \u00dcbergriffen und Outings des Berufes, nicht aufgesucht und frauenspezifische Alternativen sind kaum aufzutreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Somit fordern wir:<\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>Niedrigschwellige Unterbringungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Sexarbeiter*innen<\/li>\n<li>Zug\u00e4nge mit Hilfesystem, auch f\u00fcr Menschen ohne Leistungsanspr\u00fcche<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><br \/>\nBASIS-Projekt (Anlaufstelle f\u00fcr Mann-m\u00e4nnliche Sexarbeiter*innen)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mann-m\u00e4nnliche Sexarbeiter*innen existieren in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung nicht und sind aufgrund ihrer T\u00e4tigkeit, sexueller Identit\u00e4t und Herkunft h\u00e4ufig Diskriminierungen und Stigmatisierungen ausgesetzt. Insbesondere Sexarbeiter*innen mit einer Trans* oder nicht bin\u00e4ren Identit\u00e4t nutzen selten die bestehenden \u00f6ffentlichen Unterkunftsm\u00f6glichkeiten, da sie sich dort nicht akzeptiert und gesch\u00fctzt f\u00fchlen. Sexarbeiter*innen aus unterschiedlichen Herkunftsl\u00e4ndern haben ihren Lebensmittelpunkt oftmals bereits seit vielen Jahren in Hamburg, aber keine Zug\u00e4nge zu einer stabilen und langfristigen Unterkunft, da keine Leistungsanspr\u00fcche bestehen. Sie leben hier, fallen aber aufgrund fehlender Anspr\u00fcche durch das soziale Sicherungssystem. Trotzdem bleiben sie in Hamburg und leben hier unter sehr prek\u00e4ren Lebensumst\u00e4nden auf der Stra\u00dfe, h\u00e4ufig mit massiven gesundheitlichen Problemen. Sexarbeiter*innen mit Leistungsanspr\u00fcchen fallen wiederrum durch ihre multiplen Problemlagen und Bedarfe durch das bestehende Hilfesystem, da sie ihre T\u00e4tigkeit selten offen thematisieren, weil sie die Folgen f\u00fcrchten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Daher fordern wir:<\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>Altersunabh\u00e4ngige und l\u00e4ngerfristige Unterkunftsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Menschen in der Sexarbeit!<\/li>\n<li>Einen niedrigschwelligen Zugang zu bestehenden Unterkunftsangeboten und eine Erweiterung der gesch\u00fctzten Bereiche!<\/li>\n<li>Zug\u00e4nge zum Regelsystem, insbesondere eine kostenlose Krankenversicherung f\u00fcr Menschen ohne Anspr\u00fcche!<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was den Drogenkonsument:innen hilft, das entlastet auch das Hauptbahnhofviertel! Mit dieser Erkenntnis haben wir in den 1990ern ein Jahrzehnt lang Drogenpolitik betrieben. Und mit daf\u00fcr Sorge getragen, dass ein umfangreiches niedrigschwelliges Drogenhilfesystem geschaffen wurde. Es ist an der Zeit, eine \u00e4hnlich starke Kampagne auf den Weg zu bringen. Auch jetzt wieder hei\u00dft es, endlich mehr zu tun f\u00fcr die in St. Georg gestrandeten, verarmten, an den gesellschaftlichen Rand gedr\u00e4ngten Menschen. Vor allem die Opfer der un\u00fcbersehbaren Verelendung, die vermehrt aufkommenden bettelnden und hier quasi lebenden B\u00fcrger:innen bed\u00fcrfen dringend nachhaltiger Unterst\u00fctzung. Das hei\u00dft, dass sich Leistungs- und Hilfsangebote an den individuellen Lebensrealit\u00e4ten und Bed\u00fcrfnissen obdachloser Menschen orientieren m\u00fcssen, weil sie tagt\u00e4glich in mehrfacher Hinsicht z. B. durch ihre Herkunft und Hautfarbe, ihrer Sucht, ihrem Geschlecht und\/oder einer Behinderung von Diskriminierung und Ausgrenzung bedroht sind. Das zunehmend repressiv-verdr\u00e4ngende Vorgehen in der City lehnen wir dabei ab, es verschlimmert die Lage der Betroffenen und belastet zus\u00e4tzlich die benachbarten Quartiere. Wir brauchen vielmehr eine wirkliche soziale und inklusive Wohnungspolitik, kurzfristig mehr kleine Not\u00fcbernachtungsst\u00e4tten und schnellere Schritte in Richtung auf eine Beendigung der Wohn- und Obdachlosigkeit \u2013 auch und gerade im Stadtteil St. Georg. Housing first!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Johann-Wilhelm-Rautenberg-Gesellschaft e.V. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Seit 2005 bietet die jwrg e.V. mit dem Wohnhaus \u201eM\u00fcnze\u201c 16 obdachlosen Menschen mit psychischer Erkrankung eine Wohnung (eigenes Bad, Gemeinschaftsk\u00fcche) mit unbefristetem Mietvertrag von Anfang an. Erg\u00e4nzende Hilfen k\u00f6nnen, m\u00fcssen jedoch nicht angenommen werden. Die jwrg e.V. bietet neben anderen Unterst\u00fctzungsleistungen Eingliederungshilfe an der Schnittstelle soziale Teilhabe und Wohnungslosenhilfe an.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein Einzug in die \u201eM\u00fcnze\u201c bedeutet meistens nach langer Zeit endlich wieder dauerhaft ein Dach \u00fcber dem Kopf zu haben. Ein Einzug bedeutet i.d.R. aber auch ein jahrelanger Verbleib in der M\u00fcnze, denn der Auszug in eine andere Wohnung gelingt Menschen mit langj\u00e4hriger Erfahrung in Obdachlosigkeit und mit psychischer Erkrankung nur selten, da bezahlbarer Wohnraum knapp und die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt gro\u00df ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Nachfrage nach einem Angebot wie der \u201eM\u00fcnze\u201c, das obdachlosen Menschen mit multikomplexen Problemlagen eine Perspektive bietet, ist immens. Gleichzeitig entsteht in St. Georg und Umgebung jedoch seit Jahren ein Hotel nach dem Anderen und gro\u00dfe Geb\u00e4udekomplexe werden aufgekauft, um jahrelang leer zu stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im M\u00e4rz 2023 startete die jwrg e.V. mit dem vom Deutschen Hilfswerk finanzierten Projekt \u201eHousing 1<sup>st<\/sup> Rautenberg\u201c. In drei Jahren wollen wir 15 obdachlosen Menschen mit multiplen Problemlagen in Wohnraum bringen. Wir wollen dazu beitragen, dass Housing First Prinzip in der Stadt zu etablieren, so wie es auch schon in vielen anderen Gro\u00dfst\u00e4dten Europas gelungen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir fordern deshalb:<\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>Freie Liegenschaften der FHH f\u00fcr niedrigschwellige Wohnprojekte zur Verf\u00fcgung zu stellen (z.B. leerstehende Geb\u00e4ude nutzen)<\/li>\n<li>Entstehung von bezahlbaren Quartieren mit einer fixen Quote von Wohnungen, die obdachlosen Menschen angeboten werden<\/li>\n<li>\u00dcbernahme des Housing First Prinzips (unbefristeter Wohnraum f\u00fcr obdachlose Menschen von Anfang an, freiwilliges Angebot flankierende sozialarbeiterische Unterst\u00fctzung) in die Regelfinanzierung<\/li>\n<li>Unb\u00fcrokratische L\u00f6sungen f\u00fcr den Zugang zum Hilfesystem f\u00fcr alle Menschen &#8211; ob mit oder ohne Leistungsanspruch<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.agfw-hamburg.de\/download\/AGFW-Eckpunkte_Aktionsplan-Ueberwindung-%20Wohnungsloskeit.pdf\">https:\/\/www.agfw-hamburg.de\/download\/AGFW-Eckpunkte_Aktionsplan-Ueberwindung- Wohnungsloskeit.pdf<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.hamburg.de\/contentblob\/12065738\/5702405ed386891a25cdf9d4001e546b\/data\/d-obdachlosenstudie-2018.pdf\">https:\/\/www.hamburg.de\/contentblob\/12065738\/5702405ed386891a25cdf9d4001e546b\/data\/d-obdachlosenstudie-2018.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soziale und p\u00e4dagogische Initiative St. Georg (SOPI) \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 c\/o Stadtteil B\u00fcro St.Georg &#8211; Hansaplatz 9 &#8211; 20099 Hamburg Offener Brief vom 26.5.2023\u00a0 St. Georg solidarisch \u2013 Kernforderungen, um dem Ph\u00e4nomen der Obdachlosigkeit beizukommen 1,8 Km\u00b2 &#8211; auf diese Fl\u00e4che ist unser Viertel St. Georg bemessen. 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