Kundgebung gegen Mietenexplosion und Verdrängung
mit dem Orchester „Tuten und Blasen“
Samstag, 26.3. 2022, Beginn bereits um 12.30 Uhr, vor dem Haus Danziger Straße 47-51

St. Georg, den 22.3.2022
Betr.: Protestveranstaltungen gegen Mietenexplosion und Verdrängung in St. Georg

An die Medien der FHH

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den kommenden Tagen führt der Einwohnerverein St. Georg zwei Veranstaltungen durch, um auf die angespannte Lage der Mieter und Mieterinnen im Stadtteil St. Georg aufmerksam zu machen. Die allgemeine Mietenentwicklung – die Durchschnittsmiete liegt hier bereits bei über 17,- Euro je Quadratmeter -, die dramatischen Mietpreissprünge im aktuellen Mietenspiegel, der weit unterdurchschnittliche soziale Wohnungsbau und vieles mehr belasten das Gros der St. Georger Mieter*innenhaushalte. Mehr dazu erfahren Sie im Anhang.
Unmittelbarer Anlass für unsere Aktivitäten ist der Umstand, dass die Mietwohnungen in der Danziger Straße 47-51, gelegen mitten im Gebiet mit einer Sozialen Erhaltungsverordnung, in Eigentumswohnungen umgewandelt worden sind. Die 15 Mieter*innenhaushalte haben jetzt noch sieben Jahre das Vorrecht, die eigene Wohnung zu erwerben; den vier alteingesessenen Läden ist bereits zum Jahreswechsel die Kündigung zugegangen. Wir hatten bisher angenommen, besser gehofft, dass Mieter*innen durch eine Soziale Erhaltungsverordnung zumindest halbwegs vor der Verdrängung geschützt sind, aber selbst das erweist sich als Fehlannahme. Es ist höchste Zeit, gegen Mietenexplosion und Verdrängung im Stadtteil aktiv zu werden.

Wir laden deshalb zu zwei Veranstaltungen ein:

a) Donnerstag, 24.3., 19.00 Uhr, Großer Saal des Erzbistums, Danziger Straße 64:Podiumsdiskussion „Gegen Mietenexplosion und Verdrängung!“, mit
* Micco Dotzauer, Inhaber der Contact-Bar, zur Danziger Straße 47-51
* Stefan Budig, Mieter des vom Abbruch bedrohten Hauses Brennerstraße 80-82
* Michael Schwarz, über Leerstände und Ferienwohnungen
* Stefan Schmalfeldt, Mieterverein zu Hamburg
* Heike Sudmann, Bürgerschaftsabgeordnete der LINKEN, stadtentwicklungspolitische Sprecherin
* Simon Kuchinke, Bürgerschaftsabgeordneter der SPD aus St. Georg
* Abgeordnete der GRÜNEN sind angefragt* Michael Joho, Einwohnerverein, zu aktuellen Wohnungsproblemen in St. Georg
* Joscha Metzger, Moderator für den Einwohnerverein* Angefragt sind – bisher ergebnislos – weiterhin ein/e Abgeordnete/r der GRÜNEN und Michael Mathe, der Leiter des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirk Hamburg-Mitte.

b) Samstag, 26.3., Achtung, vorgezogener Anfang: 12.30 Uhr, vor der Danziger Straße 47-51:
Kundgebung „Gegen Mietenexplosion und Verdrängung!“, mit

* Tuten und Blasen, das Blasorchester spielt ab 12.30 Uhr auf
* Micco Dotzauer, Kneipier der Contact-Bar zur Verdrängung der LadeninhaberInnen der Danziger Starße 47-51
* Leslie Franke, Filmprojekt von Kern-TV über den Ausverkauf der Städte
* Stefan Budig, Bewohner des abrissbedrohten Hauses in der Brennerstraße 80-82
* Michael Joho, Moderation und Einleitung

Über eine Berücksichtigung in Ihrem Medium würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Joho, 0160 / 91 48 10 27 und
Dr. Joscha Metzger, 0179 / 39 36 276
der 1. und 2. Vorsitzende des Einwohnervereins St. Georg von 1987 e.V.

Mietenexplosion

Gegen Mietenexplosion und Verdrängung!

Auf uns St. Georgerinnen und St. Georger kommen noch härtere harte Zeiten zu, nur ein paar Punkte:

  • Steigerung der Durchschnittsmieten von 2019 bis 2021 laut jüngstem Mietenspiegel um 7,3 %!
  • Teile der Koppel, der Rautenbergstraße, der Schmilinskystraße und des St. Georgs Kirchhof in die „gute“ Wohnlage hochgruppiert!
  • Etliche Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen im Sozialen Erhaltungsverordnungsgebiet, jüngst in der Danziger Straße 47-51!
  • Abbruchpläne für das Mietshaus Brennerstraße 80-82 infolge unterlassener Instandhaltung!

Ankratzen des Lohmühlenparks voraussichtlich für den Bau neuer Eigentumswohnungen!

  • Weit unterdurchschnittlicher Neubau von Sozialwohnungen, dafür von umso mehr Eigentumswohnungen seit 2011!

So geht’s nicht weiter. Das nehmen wir nicht unwidersprochen hin. Wir sagen: Gegen Mietenexplosion und Verdrängung in St. Georg. Jetzt. Und wir laden zu diesen Veranstaltungen ein:

  • Podiumsdiskussion mit Betroffenen, dem Mieterverein und VertreterInnen der SPD, der GRÜNEN und der LINKEN

Donnerstag, 24. März, 19.00 Uhr, Großer Saal, Danziger Straße 64

  • Kundgebung mit betroffenen MieterInnen aus St. Georg

Samstag, 26. März, 13.00 Uhr, vor der Danziger Straße 47-51

  • Stadtteilbeirat zum Schwerpunkt Wohnen und Mieten in St. Georg

Mittwoch, 27. April, 18.30 Uhr, Video oder Heinrich-Wolgast-Schule

Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.

Stadtteilbüro, Hansaplatz 9, 20099 Hamburg, Tel. 280 37 31, www.ev-stgeprg.de, info@ev-stgeorg.de

St. Georg, den 8.3.2022

Aufruf zur Bündnisdemo gegen Verschwörungsideologien

Treffpunkt für alle St. Georger Demo-TeilnehmerInnen ist am kommenden Samstag, der 15.1.2022, um 12.00 Uhr der Hachmannplatz (unterhalb des Bieberhauses). Von dort gehen oder fahren wir dann gemeinsam zum Dammtorbahnhof.

Samstag, 15. Januar
Bündnisdemonstration / Kundgebung
gegen Verschwörungsideolog*innen, Coronaleugner*innen, Reichsbürger*innen, Antisemit*innen und andere „Schwurbler*innen“

12:30 Uhr Auftaktkundgebung am Dammtor / Aufstellung

13:00 Uhr Demonstrationsstart mit Zwischenkundgebungen wie folgt:
13:15 Uhr Stephansplatz / 13:45 Uhr Gänsemarkt / 14:15 Uhr Jungfernstieg

14:45 Uhr Abschlusskundgebung Mönckebergstr. / Höhe Gerhart-Hauptmann-Platz
(Gerhart-Hauptmann- und Ida-Ehre-Platz können bei größerer TN-Zahl mitbenutzt werden)

An- und Abreise
Die Teilnehmer:innen sind aufgefordert, die verschiedenen Anreisemöglichkeiten zu nutzen (S-Bahn Dammtor, U1 Stephansplatz, U2/U4 Gänsemarkt, Busse), um größere Menschenansammlungen bei der Anreise zu vermeiden, und, soweit möglich, etwas früher anzureisen. Zeitversetztes Verlassen des Ortes der Abschlusskundgebung.

Hygieneschutzkonzept
• Maskenpflicht, Abstand 1,5m in alle Richtungen. Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung ist die Teilnahme nicht gestattet. Desinfektionsmittel werden am Lautsprecherwagen bereitgehalten, auch eine begrenzte Anzahl von Masken
• Blockbildung: max. 200 TN je Block. Zwischen den Blöcken Mindestabstand von 4 Metern, Trennung der Blöcke durch Transparent oder Absperrband
• 1 Ordner:in je 20 TN, also 10 je 200er Block. Die Ordner:innen gewährleisten Einhaltung von Abstandsgebot und Maskenpflicht

Aufruf:

Die Corona-Pandemie hat die Welt seit fast zwei Jahren fest im Griff. Bis heute (14. Dezember 2021) sind allein in der BRD über Hunderttausend an oder mit dem.Virus verstorben und täglich werden es mehr. Die Inzidenzen der Neuinfektionen sind anhaltend hoch, ein starker Rückgang oder gar ein Ende der Pandemie ist nicht abzusehen. In einigen Bundesländern sind die Krankenhäuser und vor allem deren Intensivstationen überfüllt, eine Triage findet dort statt, lebensnotwendige Behandlungen und Operationen müssen verschoben werden, das ärztliche und pflegerische Personal ist ausgelaugt, viele Beschäftigte aus der Pflege haben inzwischen gekündigt.

Während die Menschen, die täglich gegen die Pandemie ankämpfen, dringend Unterstützung und Solidarität benötigen, gehen in mehreren Städten Verschwörungsideolog*innen, Corona-Leugner*innen und Impfgegner*innen auf die Straße, die nicht nur diese Solidarität verweigern, sondern aktiv zu Rücksichtslosigkeit und Gewalt aufrufen.

In Hamburg finden solche Demonstrationen seit Mitte Oktober 2021 jeden Samstag statt, in den letzten Wochen stieg die Zahl der Teilnehmer*innen auf ca 10.000 an. Auf diesen Versammlungen wird die Gefahr von Covid-19 verharmlost oder die Pandemie gleich ganz geleugnet und viele Teilnehmer*innen sind überzeugte Anhänger*innen von Verschwörungsideologien. Die Weigerung eine Maske zu tragen, gilt dort als identitätsstiftend, Mindestabstände werden bewusst nicht eingehalten.

… Lest hier den gesamten Aufruf

Unsere Geduld ist am Ende
Seit Beginn der Pandemie helfen wir diese zu überwinden – als unterstützende Nachbar*innen, als Wissenschaftler*innen, als Aktivist*innen, als Pflegekräfte und Ärzt*innen, als Eltern und Angehörige. Wir lassen uns impfen. Wir tragen Maske und halten physischen Abstand, wo nötig. Wir entlarven und widerlegen Fake News und klären über antisemitische und rassistische Verschwörungsmythen auf. Wir kritisieren eine Corona-Politik, die den Pflegenotstand verschlimmert statt verbessert und der Radikalisierung von Verschwörungsideolog*innen keinen Einhalt gebietet. Wir kritisieren, dass bei Eingriffen in die Grundrechte häufig die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt und die Hamburger Regierung wie am 1.Mai mit willkürlichen Demonstrationsverboten gegen Linke auffährt, während den Coronaleugner*innen alles genehmigt wird.

Es wird Zeit, dass wir den egozentrischen, wissenschafts- und demokratiefeindlichen
Verschwörungsideolog*innen eine klare öffentliche Absage erteilen und unsere Forderung nach einem echten solidarischen Umgang mit der Pandemie auf die Straße tragen!

Die Corona-Krise können wir nur solidarisch lösen

… Lest hier den gesamten Aufruf

Impfverweigerung und Verschwörungsdenken löst die Krise nicht, sondern verschärft sie. Nur mit wissenschaftsbasierter Aufklärung und Solidarität kommen wir aus der Corona-Pandemie.

Klimastreik „Fridays for Future“ 24.09.21

Der Einwohnerverein St. Georg ruft auf zur Teilnahme am Klimastreik am Freitag, den 24. September, um 12.00 Uhr, auf der Willy-Brandt-Straße. Die St. GeorgerInnen treffen sich bereits um 11.30 Uhr vor dem Stadtteilbüro (Hansaplatz 8) und gehen dann gemeinsam „rüber“ zum Auftaktort.
NOCH HABEN WIR DIE WAHL.
Gemeinsam können wir es schaffen.
Die Klimakrise ist jetzt, sie ist hier und sie betrifft uns alle! Überflutete Dörfer, schmelzende Gletscher, brennende Wälder sind schon jetzt die greifbaren Konsequenzen dieser Krise. Doch auch weiter zunehmende soziale Unwuchten, kriegerische Konflikte und immer mehr Menschen die ihre Heimat verlassen sind Folgen dieser Krise, die wir schnell vergessen. Wir stecken mitten in der größten Krise der Menschheitsgeschichte und die Regierungen schauen tatenlos zu.
Sie nehmen mit ihrer Untätigkeit und ihren bewussten Entscheidungen gegen Klimagerechtigkeit all diese schrecklichen Konsequenzen in Kauf. Sie täuschen uns vor, wir seien »auf einem guten Weg« und müssten nur einige Maßnahmen zusätzlich beschließen, hauptsache sie schaden nicht dem „deutschen Wohlstand“. Aber mit den Naturgesetzen lässt sich nicht verhandeln. Es reicht nicht, nur »ein wenig mehr Klimaschutz« anzukündigen, wir müssen die für das 1,5-Grad-Ziel erforderlichen Entscheidungen sofort umsetzen, den Worten endlich Taten folgen lassen, wenn wir die unumkehrbare Zerstörung unserer Lebensgrundlagen verhindern wollen. Wir wissen, dass es noch möglich ist, die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten. Es scheitert nicht an den physikalischen Rahmenbedingungen, sondern am politischen Willen.
Deswegen fordern wir ein, was uns zusteht: eine lebenswerte klimagerechte Zukunft. Dabei bedeutet Klimagerechtigkeit für uns nicht nur als CO2-neutrale Gesellschaft zu leben, sondern auch dabei
Antirassismus, Feminismus sowie soziale und globale Ungerechtigkeiten mitzudenken und aufzulösen. Wir befinden uns in einer so großen Krise, dass es nicht mehr ausreicht, nur zur Wahl zu gehen.
Wir haben gesehen – ohne uns passiert nichts.
Darum gehen wir alle, Jung und Alt, von Ohlsdorf bis Wedel, ob Arbeitnehmer*in oder Schüler*in, am 24.09. auf die Straße und zeigen: #AllefürsKlima